Laufen Sie bereits mit Barfußschuhen, oder denken Sie darüber nach sich Barfußschuhe zu kaufen?
Barfußschuhe sind eigentlich eine geniale Erfindung, weil man wieder den Untergrund spürt, auf Naturböden die Fußmuskeln aktiviert und zugleich die Füße schützen vor Scherben, Splittern, Dreck, Kälte, Hitze etc. Wir haben selbst Barfußschuhe und laufen damit gerne am Strand, im eigenen Garten und generell gerne auf Naturböden, wenn wir unsere Füße schützen wollen.
Allerdings bewirkt das Barfußlaufen auf harten Untergründen, egal ob Barfuß oder in Barfußschuhen, dass beim Fersenauftritt eine sehr hohe Stoßbelastung sich negativ auf die Sprungelenke, die Kniegelenke, die Hüftgelenke und auf die Bandscheiben auswirken kann. Um einen Eindruck von der Mächtigkeit dieser Stoßbelastung zu erhalten, empfiehlt sich die folgende Wahrnehmungsübung:
Laufen Sie in mäßiger Geschwindigkeit Barfuß oder in Barfußschuhen über einen harten Boden und verschließen Sie dabei mit Ihren Handflächen Ihre Ohren. Wenn Sie dabei auf der Ferse auftreten, dann werden Sie vermutlich die hohe Stoßbelastung wie eine Art Knall als Geräusch wahrnehmen. Der Stoßschall des Auftrittes wird über die Knochen und Gelenke zum Gehör geleitet. Vielleicht erhalten Sie so ein Gefühl dafür, was es bedeutet, wenn täglich 10.000 Schritte ungedämpft auf die Gelenke wirken. Arthrose und Bandscheibenprobleme könen die Folge sein.
Viele BarfußläuferInnen spüren diese Fehlbelastung durch den harten Fersenauftritt und wechseln daher über in den Vorfußgang, auch Ballengang geeignet. Der dauerhafte Ballengang hat jedoch zwei negative Effekte auf den Körper:
Zum einen kann sich die Achillessehne im Ansatz zum Fersenbein entzünden und ggf. sogar einen oberen (dorsalen) Fersensporn ausbilden, aufgrund der dauerhaft zu hohen Zugkräfte, welche durch Anspannung der Wadenmuskulatur entsteht.
Zum anderen wird das Vorfußskellet mit seinen dünnen Knochen und feinen Gelenken übermäßig strapaziert. Die Ausbildung eines Spreizfußes, eines Hallux Valgus, eines Hallux Rigdus, einer Vorfußarthrose oder einer Mittelfußarthrose können die Folge sein. Zudem führt der Ballengang zu einer stärkeren Zugbelastung in der Plantarfaszie (Bogeneffekt durch die Fußanatomie), welches zu einer Plantarfasziitis und später sogar einem unteren (plantaren) Fersenporn führen kann.
Eine Alternative zum Barfußschuh sind Aktivschuhe wie bspw. kybun Schuhe, Joya Schuhe, Xsensible Schuhe, oder Ganter Aktiv Schuhe. Mit Aktivschuhen zu laufen, dies fühlt sich an wie Barfußlaufen im Wald – egal auf welchen Untergründen Sie sich bewegen. Erfahren Sie dazu mehr in unserem Beitrag „kybun Schuhe bei Fersensporn und Plantarfasziitis – VITA REGIA„. Gerne können Sie uns auch kontaktieren, wenn Sie Beschwerden haben und eine individuelle Beratung wünschen: Kontakt
ARD Gesund hat zu der Frage „Sind Barfußschuhe wirklich gesund?“ einen guten Beitrag auf YouTube gestellt, welchen Sie sich hier anschauen können.

